Au-pair - Arbeitszeitplanung

Für einen guten Start für Au-pair und Gastfamilie müssen einige Faktoren stimmen, ein harmonisches Zusammenleben und Arbeiten ist nur dann möglich, wenn beide Seiten zufrieden sind. Am Anfang kommt es nicht selten zu einer undefinierbaren Unzufriedenheit, vor allem beim Au-pair.

Warum entsteht diese Unzufriedenheit?

 Denn die Au-pairs und die Gastfamilien unterschiedlich  die  Arbeit und Arbeitszeiten definieren.

Ein einfaches Beispiel: Gastfamilie mit 2 Kinder 5 und 3. Beide Kinder gehen in Kindergarten und sollen um 15 Uhr abgeholt werden (die Gastfamilie denkt Au-pair hat vormittags frei). Aber vormittags soll das Au-pair das Haus in Ordnung bringen, durchsaugen, Kinderzimmer aufräumen, Wäsche waschen, aufhängen und legen, und für Abendessen einkaufen. An zwei Tagen die Woche geht das Au-pair noch zum Deutschkurs. Um 15:30 kommt das Au-pair mit Kindern nach Hause und kümmert sich um diese bis zum Abendbrot (gegen 19 Uhr) und später hilft das Au-pair bei Zähne putzen und ins Bett bringen, manchmal liest das Au-pair noch eine Gutenachtgeschichte vor. Für das Au-pair sind es gefüllte 12-14 Stunden Arbeit.

Die Gastmutter kann ihre Wohnung/Haus in ca. 1 Stunde in Ordnung bringen,  und denkt  das Au-pair arbeitet von  9 bis 10 und dann 15:30 bis 19 Uhr – sind nicht mal die 6 Stunden die in Vertrag vereinbart sind - und versteht nicht wieso das Au-pair immer unglücklicher wird.

Das Au-pair benötigt mehr Zeit, da alles gründlich geputzt und aufgeräumt, denn die Gastfamilie soll das Ergebnis auch sehen, wenn die Eltern von der Arbeit kommen - auch nach dem die Kinder schon 3 Stunden durchs Haus getobt sind.

Wann hat ein Au-pair frei?

Eigentlich ist das ganz einfach, ein Au-pair hat dann frei, wenn es seine Zeit ohne die Gastfamilie verbringen darf. Die Gastfamilie empfindet oft die Anwesenheit des Au-pairs als selbstverständlich und zählt es nicht als Arbeitszeit, schließlich ist das Au-pair auch ein Familienmitglied und soll wie alle anderen auch in ihrer Freizeit miteinpacken, weil es die Familienmitglieder nur mal so tun.  Das Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Familienmitglied-große-Schwester Verhältnis ist sehr kompliziert und Fassettenreich.

Auch wenn die Chemie sonst stimmt, für viele Au-pairs ist das Thema Freizeit frustrierend. Nicht selten ist es auch ein Grund für Familienwechsel. In den ersten Monaten oft sprechen die Au-pairs noch etwas unsicher Deutsch, da die Sprachbarriere noch nicht überwunden ist. Viele trauen sich nicht dieses Thema anzusprechen und haben Angst gekündigt zu werden.

Wie macht man es richtig?

Es ist sehr wichtig dem Au-pair zu helfen die Arbeits- und Freizeit zu strukturieren. Bereits vor der Ankunft des Au-pairs sollen sich die Gastfamilien Gedanken machen, wie der Familienwochenplan aussehen wird. Der erste Plan sollte für die ersten 2-4-6 Wochen gelten und alle Familienaktivitäten und Aufgaben und Termine für Au-pair enthalten. Bei Bedarf kann man die Aufgaben zusammen mit dem Au-pair übersetzen, zusammen mit dem Wörterbuch, damit keine Missverständnisse entstehen.

Es ist sehr wichtig, dass die Arbeitsstundenzahl 30 in der Woche nicht überstreitet. Vergessen Sie bitte auch nicht, dass Au-pair nur mithelfen soll und nicht die kompletten Haushalte führen.

Nach ersten Monaten soll der Wochenplan überarbeitet werden, es ist ein guter Zeitpunkt um sich mit dem Au-pair in Ruhe zusammen zu setzten und sich ihre Wünsche anzuhören und sie berücksichtigen.

Fast jedes Au-pair verfügt mittlerweile über einen Smartphone, Laptop oder Tablet-PC, die ihr dabei helfen können den Plan zu synchronisieren, so wie auch rechtzeitig an die wichtigen Termine erinnert werden z.B.  per SMS.

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